„Wer schweigt, wenn Kunst und Kultur behindert werden, wird ein böses Erwachen erleben“

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Holger Hövelmann zur Konzertabsage am Bauhaus Dessau:

 

"Gerne hätte ich heute über den Stand der Vorbereitungen zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Gründung gesprochen“, sagte Holger Hövelmann, Abgeordneter für Dessau-Roßlau und medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, in der heutigen Debatte des Landtags von Sachsen-Anhalt über die Absage des Konzerts von „Feine Sahne Fischfilet“ durch die Stiftung Bauhaus Dessau. „Stattdessen hören und lesen wir von ,kulturpolitischem Desaster‘, ,Verrat an der eigenen Sache‘, ,Gefährdung der Kunstfreiheit‘ und einer ,Kapitulation des Bauhauses vor rechten Drohungen‘ - alles Zitate aus den letzten Tagen. Das wirft uns um Jahre zurück.“

Hövelmann kritisierte insbesondere die Begründung der Stiftung für die Absage: „Die Ankündigung einer rechten Demo reicht – und das Bauhaus knickt ein?! Wo sind wir eigentlich hingekommen?“ Aufgabe des Staates sei es, sowohl die Freiheit von Kunst und Kultur als die Demonstrationsfreiheit zu gewährleisten: „Beides ist gleichermaßen grundgesetzlich geschützt.“

Die öffentliche Debatte über Kunstfreiheit nach der Absage des Konzerts sei aus der Sicht der SPD-Fraktion ermutigend, sagte Hövelmann und verwies auf die Entschuldigung des Anhaltischen Theaters und sein Bekenntnis zur Freiheit von Kunst und Kultur sowie auf die klare Positionierung der Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters und des Deutschen Kulturrates.

Hövelmann. „Wir haben die Aufgabe, klar Position zu beziehen. Wer zuschaut und schweigt, wenn Kunst und Kultur in ihrer Entfaltung behindert werden, begeht einen großen Fehler. Wer sich als Zuschauer in die Ecke setzt, wird ein böses Erwachen erleben!“

 

 
 

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