„Gleiche Bildungs-und Entwicklungschancen“

Schule und Bildung

Ganztagsbetreuung für alle Kinder zu diesem Thema hat der Landtagsabgeordnete Holger Hövelmann SPD am Mittwochabend in die Cafeteria in der Elbe-Rossel-Halle in Roßlau ein-geladen.

Zu Gast war die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Corinna Reinecke. Der Einladung folgten rund fünfzig Erzieherinnen, Leiterinnen und Stadträte aus der Region.

Corinna Reinecke stellte den Entwurf des Kinderfördergesetzes vor.
Der Stufenplan sieht ab August 2013 vor, den Ganztagsanspruch für alle Kinder von 3 bis 6 Jah-ren und zum 1. August 2014 in von unter drei Jahren wieder einzuführen.

Parallel dazu sollen Erzieherinnen zusätzliche Stundenkontingente für die mittelbare pädago-gische Arbeit erhalten. Ab dem 1. August 2013 wären dies 2,5 Stunden je Erzieherinnenvollzeit-stelle und pro Woche, ab 1. August 2015 erhöht sich der Wert dann auf fünf Stunden pro Woche.
Für die ebenfalls im Koalitionsvertrag verankerte Entlastung von Mehrkindfamilien schlägt die Koalition vor, diese ab dem 1. Januar 2014 gesetzlich umzusetzen. Die Summe der von Familien mit zwei und mehr Kindern zu entrichtenden Elternbeiträge würde demnach niemals höher ausfallen als 160 Prozent des Elternbeitragswertes, der für das älteste Kita-Kind fällig werden würde.

Die Kosten für die Umsetzung des Ganztagsanspruchs im Kindergarten und die Erhöhung der Erzieherinnenstunden schlägt im Einstiegsjahr 2013 mit Mehrkosten von rund 9,6 Millionen Eu-ro zu Buche.

Im darauffolgenden Jahr wird auch die Ganztagesbetreuung für Krippenkinder umgesetzt. Da-für sind zusätzliche Finanzmittel von gut 29,3 Millionen Euro zu veranschlagen.

In den Jahren 2015 und 2016 steigen dann die Mehrkosten auf 40,5 Millionen Euro beziehungs-weise 53,2 Millionen Euro.

Dabei ist festzuhalten, dass die Wiedereinführung der Ganztagsbetreuung für alle Kinder mit 6,0 Mio. Euro ab 2015 und die Entlastung der Mehrkindfamilien 4,2 Mio. Euro ab 2014 kosten wird. Den weitaus größten Anteil nehmen die Vor- und Nachbereitungsstunden mit 21,1 Mio. Euro in 2014 (30,3 in 2015; 43,0 Mio. Euro ab 2016) ein.

Nach den Ausführungen von Corinna Reinecke kam es zu einer regen Diskussion. Viele Erzieherinnen forderten den Erzieherschlüssel zu senken. Zurzeit ist dieser in Sachsen-Anhalt bei Krippenkinder 1:6 und bei Kindergartenkinder 1:14 und Hortkinder 1:25. Die Forderung nach Vor-und Nachbereitungs-zeiten wurden deutlich gemacht, um „Bildung elementar“ umzusetzen. Der Erzieherberuf soll mehr Anerkennung erfahren, schließlich geht es um Bildung von Anfang an.
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Zum Schluss sprach Holger Hövelmann seine Anerkennung allen Erzieherinnen aus, die jeden Tag Höchstleistungen erbringen zum Wohle der ihnen anvertrauten Kinder.

Die Verbesserung der frühkindlichen Bildung-und Erziehung in Sachsen-Anhalt liegt uns allen am Herzen, deshalb wollen wir allen Kindern gleiche Bildungs-und Entwicklungschancen geben.
Die Landtagsabgeordneten bedankten sich für die rege Diskussion und werden die Anregungen mit in den Landtag nehmen.

 
 

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