Eine wunderbare Idee!

Stadtentwicklung

Es gibt Vorstellungen und Überlegungen, das Zerbster Kirchenschiff St. Nikolai als Sportstätte umzubauen und zu nutzen. Dazu äußerte sich auch der Zerbst Einwohner Holger Hövelmann:

"Das Francisceum braucht eine neue Sporthalle. Die Kirchenruine St. Nicolai braucht eine Nutzung. Beides zusammenzuführen ist mutig und im ersten Moment vielleicht auch etwas "verrückt". Anhalt war immer Vorreiter für Neues. Die Aufklärung durch Fürst Franz, die technische Experimentierfreudigkeit eines Hugo Junkers oder die gesellschaftskritische Architektur der Bauhausmeister - all das war umstritten und hat den Menschen in Anhalt zu einem besseren Leben verholfen.

Übrigens, wenn wir die Maßstäbe manch Kritikers des Sporthallenbaus ernsthaft anlegen wollten, müsste sich das Francisceum einen neuen Standort suchen. Der Komplex ist als Kloster gebaut und genutzt worden, nicht als Bildungseinrichtung. Die heutige Aula hatte die Funktion einer Klosterkirche, heute werden dort Klausuren geschrieben und finden Veranstaltungen weltlicher Art statt.

Ohne Nutzung wäre der Klosterkomplex längst eine Ruine. Im kommenden Jahr feiern wir 800 Jahre Anhalt, 2014 begehen wir den 200. Todestag des Gründers und Namensgebers des Francisceums, 2017 feiern wir 500 Jahre Reformation und 2019 einhundert Jahre Bauhaus. Alles Persönlichkeiten und Ereignisse, die Anhalt in der Welt bekannt und berühmt gemacht haben. Wäre es nicht eine wunderbare Sache, wenn in Zerbst wieder etwas Neues entsteht, etwas auf den ersten Blick Ungewöhnliches?

Ich sage voraus, internationale Experten für Bau und Stadtentwicklung werden kommen und neue Ideen mitnehmen. Welch eine Chance für Zerbst und Anhalt! Und ganz nebenbei bekommt unser Francisceum eine dringend benötigte Sporthalle und sichert damit die Zukunft des gymnasialen Standortes Zerbst. Eine wunderbare Idee!

Quelle: Volksstimme Zerbst

 
 

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